TC Marl 1933 e.V.


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Vereinsleben


Auch wenn der Sport im Vordergrund steht, das Vereinsleben im TC Marl 33 kommt nicht zu kurz!



"Cabaret im Club"

Am 25. November 2011 fand im Clubhaus die Auftaktveranstaltung einer neuen Veranstaltungsreihe statt.

Zu Gast war Mechthild Luwig als "Isolde Schabratzki".
 

Großreinemachen im Tennisclub

Kabarett:
Mechthild Ludwig ist Isolde Schabratzki
Porentiefe Sauberkeit ist ihre Mission possible.
Ohne Mikrofaser geht bei ihr gar nichts:
Isolde Schabratzki, mit allen Wassern gewaschen, fein herausgeputzt und immer unterwegs auf der Jagd nach der wirklich guten Putzstelle.
In Wahrheit sucht sie nur das Eine: den Blick in den Abgrund des menschlichen Daseins.
Ich bin ja nicht neugierig, aber wissen tät ich’s schon gerne!“

Und dann ist da noch Günter: zu Hause, frühpensioniert und unbeschäftigt.
Und die Nachbarschaft, die besser vor der eigenen Türe kehren sollte.
Und Isolde singt so gern! Da bleibt kein Auge trocken!

Das riecht nach Chaos und Katastrophe? Keineswegs!
Das ist der Mikrokosmos, aus dem Isolde Schabratzki ihre urkomischen Erkenntnisse zieht.

Sie werden die Welt anders sehen – streifenfrei, wie neu!
 


Aus dem Tenniskoffer plaudert Helga Ahlert:


Noch Glut unter der (Tennis-) Asche

Von roter Erde mit geraden weißen Strichen und kuscheligen Bällen mit krummen Nähten hatte ich als Teenager nie gehört. Doch dann kam "Er". Der Tennisfan. Mein Freund, Bräutigam und Mann. Er begeisterte mich für den weißen Sport und so gehörten bald Begriffe, wie Center Court, Racket, As und Smash zu meinem Wort- und Gedankenschatz. Ich wurde zu einer perfekten Tennisspielerfrau. Leichtes Hin- und Herdrehen des Kopfes, richtiges Zählen, ap-plaudieren im rechten Moment. Das alles beherrschte ich bald aus dem "Effeff".

Wenn in der Sommerzeit Turniere geballt auftraten, startete ich nächtliche Attacken gegen durchschwitzte Tenniswäsche. Neidisch war ich auf die Frauen in den Waschmittelreklamen. Aus meinen Tennissocken war die rote Asche nie richtig heraus zubekommen. Genial waren meine Einfälle, was das Trocknen der Wäsche anbelangte. Mit Fön, Heizsonne und glühendem Bügeleisen rückte ich ihr mit Erfolg zu Leibe.

Dann erfaßte mich selbst das Tennisfieber. Ich wurde aktiv! Es war merkwürdig, aber irgendwie war mein Mann seltsam gereizt bei unseren gemeinsamen Trainingsstunden. Schon bald verstand er sehr geschickt, andere zu gewinnen, die mit mir übten.

Meine Begeisterung wurde fast zur Leidenschaft, die aber durch Babygeschrei, Fläschchen, Brei und Windeln rigoros unterdrückt wurde. Und das gleich zweimal!!!

Nun war ich die Mutter der Kinder eines Tennisspielers. Das ist gar nicht so einfach. Die Kinder brüllten dann in ihrem Wagen, wenn es auf dem Platz so spannend zuging, daß den Zuschauern der Atem stockte. Für meine Ableger und mich gab es nur noch die Flucht in den Volkspark. Schemenhaft konnte ich das Spielgeschehen nur durch dichtes Blattwerk und sperrige Zweige verfolgen. Drang der Schlußapplaus jedoch zu uns, traten wir den Rückzug an, um Vater entweder Trost, oder Beifall und Lob zu spenden.

Aus meinen Beobachtungen und Erfahrungen kann ich sagen, daß hinsichtlich der Kindererziehung nirgendwo Väter so tolerant und Mütter so großzügig sind wie auf dem Tennisplatz. Alle Erziehungsgrundsätze werden für daheim aufgespart, wenn das Kind innerhalb von zwei Stunden das achte Eis und die fünfte Flasche Sprudel bewilligt bekommt. Man will ja schließlich seine Ruhe!

Für Tennisspielerfrauen heißt es, stets einsatzbereit zu sein. Da müssen Wechselbäder für müde Füße hergerichtet werden. Es wird nach leichten Massagen verlangt und auch gegen den Winterspeck muß etwas unternommen werden.

Nur mit Verzicht, sehr viel Humor und Erfindergeist ist es möglich Tennisspieler zufrieden zu stellen. Und der Lohn: Ständig beschlagene Silberbecher, die immer wieder geputzt werden müssen.

Die Kinder sind größer und vernünftiger geworden. Ein neuer Tennissommer wartet. Ich werde den dritten Anlauf nehmen.

Es ist noch Glut unter der (Tennis-) Asche!!!

(Entn.: Der Festschrift zur Eröffnung der neuen Tennisanlage am Marler Volkspark; 1973)

 
 

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